Safety-I und Safety-II

Die Begriffe Safety-I und Safety-II wurden von Erik Hollnagel eingeführt. Er geht davon aus, dass der bisher verwendete kausalanalytische Zugang zu Risiken, Zwischenfällen und unerwünschten Ereignissen – er bezeichnet ihn als Safety-I – der klinischen Wirklichkeit alleine nicht gerecht wird. Es brauchte eine zusätzliche Betrachtungsweise, um die Komplexität der täglichen Arbeit in Gesundheitseinrichtungen zu erfassen: Safety-II.

Diese beiden Betrachtungsweisen stellen kein „entweder-oder“ dar, sondern sind zwei Interpretationen von „Sicherheit“, welche einander in sinnvoller Weise ergänzen.

Literatur:

Hollnagel, E. (2014). Safety-I and Safety-II: The Past and Future of Safety Management. Farnham, UK: Verlag Ashgate.

Hollnagel, E., Wears, R. L., Braithwaite, J. (2015). From Safety-I to Safety-II: A White Paper. The Resilient Health Care Net: Published simultaneously by the University of Southern Denmark, University of Florida, USA, and Macquarie University, Australia.

Hollnagel, E. (2018). Safety-II in Practice: Developing the Resilience Potentials. Abingdon, UK: Verlag Routledge.